

Kategorie: Kolping
Neumarkter bei Kolping-Romwallfahrt
Mit über 7.000 Kolpinger aus der ganzen Welt, feierten Kolpingsschwestern und -brüder aus den Kolpingsfamilien des Bezirkes Neumarkt in Rom den 20. Jahrestag der Seligsprechung Adolph Kolpings mit. Dies war auch der Anlass für die Vorstandschaft des Bezirks Neumarkt eine Romfahrt durchzuführen. Über 70 Kolpingsschwestern und –brüder beteiligten sich an dieser Fahrt. Die meisten mit dem Bus und eine kleine Gruppe mit dem Flugzeug..
Mit einer bunten Eröffnungsveranstaltung in der Audienzhalle des Vatikans hat dann am Mittwoch, den 26. Oktober die große Wallfahrt des Internationalen Kolpingwerkes anlässlich des 20. Jahrestages der Seligsprechung Adolph Kolpings begonnen. Am Vormittag nahm man bereits an der Audienz des Papstes teil. Mehr als 7.000 Pilger, darunter auch die Kolpinger aus dem Bezirk Neumarkt erlebten in der fast vollbesetzten Halle ein Fest mit Musik, Theater und Gesprächen, dargeboten von Kolpingmitgliedern und –gruppen aus allen Teilen der Welt.
Mit einem feierlichen Festgottesdienst in Sao Paolo fuori le Mura, eine der sieben Hauptkirchen Roms, gedachten die mehr als 7.000 Kolpingmitglieder des 20. Jahrestages der Seligsprechung Adolph Kolpings. Hauptzelebrant Joachim Kardinal Meisner, Protektor des Internationalen Kolpingwerkes, zeigte sich begeistert von der Atmosphäre in der voll besetzten Kirche und betonte, wie sehr ein solches Erlebnis auch ihm als Bischof Stärkung im Glauben sei. Er rief die Gläubigen auf, sich immer wieder am Vorbild Adolph Kolpings zu orientieren und betete mit ihnen gemeinsam das Gebet um die Heiligsprechung des Gesellenvaters.
Der ehemalige Generalpräses Msgr. Axel Werner, der im Frühjahr von seinem Amt zurückgetreten war, verabschiedete sich in drei Sprachen von den Kolpingmitgliedern und erhielt den Dank des Kardinals für seine neunjährige Tätigkeit.
Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika San Giovanni in Laterano ist dann am Samstag, die große Wallfahrt des Internationalen Kolpingwerkes in Rom zu Ende gegangen. Sie wurde zelebriert vom Wiener Kardinal Christoph Schönborn, der in seiner mit Applaus bedachten Predigt den Kolpingsschwestern und -brüdern fünf Ratschläge für ihre Arbeit mitgab: Sie sollten – wie Adolph Kolping - stets den Menschen in den Mittelpunkt stellen, und sie sollten die Familie als das erste und wichtigste Überlebensnetzwerk fördern. Als Drittes nannte er die Bildung, ohne die man jungen Menschen nicht helfen könne. Der „Tyrannei der Toleranz“ müssten sie sich entgegenstellen und beherzt den christlichen Standpunkt in der Öffentlichkeit vertreten. Und zuletzt rief er die Kolpingmitglieder so wie alle Christen dazu auf, in „kritischer Loyalität“ die Einheit mit der Kirche zu wahren.
Am Schluss des Gottesdienstes stellte er den Kolpingmitgliedern offiziell den neuen Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes, Msgr. Ottmar Dillenburg, vor.
Neben der Teilnahme an den Offiziellen Feierlichkeiten zum Jahrestag der Seligsprechung Kolpings machten sich die Romwallfahrer auch mit der Kultur der ewigen Stadt vertraut. Am Dienstag kamen die Kolping Pilger aus dem Bezirk in Rom an und erkundeten mit dem Bus die Stadt um erste Eindrücke zu sammeln. Vom Aventinhügel hatten sie einen herrlichen Rundblick über die Stadt und die beiden Reisebegleiter Wolfgang Leicht, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Allersberg und Bezirksvorsitzender Georg Dürr aus Kastl, erläuterten den Mitgereisten die einzelnen Sehenswürdigkeiten. Der Mittwoch galt der Audienz mit anschließender Besichtigung des Petersdomes. Einige wagten den Aufstieg auf die Kuppel. Der nächste Tag führte die Teilnehmer erst nach Sankt. Paul vor den Mauern, anschließend weiter zu Santa Maria Maggiore und zur nahegelegen Santa Prassede mit der Geiselsäule. Am Freitag waren die Kolpinger aus dem Bezirk zu Fuß in Rom unterwegs. Ihre Tour begann an der Piazza Navona führte über das Pantheon zum bekannten Trevi Brunnen. Von hier startete man in Richtung Kapitol wo man einen herrlichen Blick auf das Forum Romanum hatte, am Kolloseum endete dann die Tour. Am Samstag nach dem Abschlussgottesdienst ging es nach vielen erlebten Eindrücken wieder Richtung Heimat. Am Achensee feierten die Romwallfahrer aus dem Bezirk noch eine gemeinsame Messe mit den beiden mitgereisten Präsides Pfarrer Maget aus Neumarkt und dem Bezirkspräses Pfarrer Ehrl aus Lauterhofen. In seiner Predigt nahm Pfarrer Maget nochmals die Worte von Kardinal Meisner auf und entließ die Kolpinger mit dem Auftrag das erlebte weiterzugeben und für die Sache Kolpings Werbung zu machen.
Von Georg Dürr, Bezirksvorsitzender Neumarkt
