

Kolping im Bistum Eichstätt

Adolph Kolping sagt einmal: „Das Leben ist Tätigkeit.“ (KS 7, S. 114). Und er meint damit nicht, dass jeder tun soll, was er will. Sondern er will uns sagen: „Der Weg der Arbeit soll euch der wahre Weg zum Himmel werden“ (KS 4, S.55). „Gefordert wird von jedem, was er leisten kann“ (KS 9, S.230).
Jesus sagt uns das in den bekannten Gleichnis von den Talenten. Der Herr, von dem da die Rede ist, hat seinen Dienern im Gleichnis von den Talenten hat der Herr alles übergeben, was er besaß. Er schenkt ihnen volles Vertrauen. Er traut ihnen zu, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen. Und er lässt ihnen die Freiheit, mit diesen Talenten zu wirtschaften oder auch nicht.
Zwei der Knechte gehen auf das Vertrauen des Herrn ein. Sie verstehen die Gaben, die ihnen anvertraut sind, als Aufgabe. Sie setzen ein, was sie bekommen haben. Sie machen von den Talenten Gebrauch, und sie erzielen hundertprozentige Gewinne. Der dritte Diener tut es nicht. Auch ihm ist eine Aufgabe übertragen worden. Aber er hat Angst. Er will ganz sicher gehen, und damit er sein Talent nicht verliert, lässt er es ruhen. Und als der Herr zurückkommt, da macht er ihm auch noch Vorwürfe und sagt: Ich weiß doch, dass du ein strenger Mann bist.
Die anderen zwei Diener riskieren alles. Sie haben Vertrauen in ihren Herrn. Sie sind sich sicher: auch wenn es schief geht, auch wenn wir unsere Talente verlieren sollten, wird unser Herr gut zu uns sein und verstehen, dass wir Pech hatten. Er weiß doch, dass im Leben nicht immer alles so kommt, wie wir es planen. Er schaut doch nicht auf unsern Erfolg, sondern auf unser Bemühen. Er segnet unser Tun, wenn wir bereit sind, unser Bestes zu geben, und lässt es gelingen.
Jesus will damit sagen: Alles, was ihr in dieser Welt bewahren wollt, werdet ihr am Ende verlieren. Am Ende zählt nur, was ihr aus den Talenten, die euch anvertraut habe, gemacht habt.
Es genügt also nicht, das Leben zu genießen. Es genügt auch nicht, nichts Böses zu tun. Gott wird uns am Ende nicht nur nach dem fragen, was wir an Bösem getan haben, sondern auch nach dem, was wir an Gutem unterlassen haben.
Gott hat uns die Welt anvertraut. Aber die Welt ist für uns wie ein Übungsplatz. Was wir Gutes tun, wird seinen Wert nicht verlieren. Es wird aber erst seinen vollen Wert erlangen, wenn unser Spiel ernst wird, wenn wir geprüft werden, ob wir unsere Übung gemacht haben.
Gott hat einem jeden von uns eine Menge Talente anvertraut. Er will nicht, dass wir sie vergraben. Wem er viel gegeben hat, von dem wird er auch viel zurückverlangen. Wer aber bereit ist, alles zu geben und einzusetzen, und keine Angst hat, dabei alles zu verlieren, der wird sein Leben retten.
Bedenken wir also immer wieder, was Adolph Kolping uns sagt: „Gefordert wird von jedem, was er leisten kann“.
Msgr. Dr. Stefan Killermann
Diözesanpräses
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